Die Trommelschule in Kärnten

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Vom Männerseminar zur Trommelschule

Ich habe vor ca. 16 Jahren die Djembe, eine Handtrommel aus Westafrika, bei einem Männerseminar von Richard Rohr in Salzburg kennengelernt. Mit ca. 150 anderen Männern entlockten wir den urigen Instrumenten viel Power. Von einem ausgereiften Ensemble weit entfernt, hatten wir doch viel Freude damit.

Ich war fasziniert von der ungeheuren Kraft, die von der Djembe ausging und meldete mich zu Hause zu einem Trommelkurs mit Paulos Worku an. Er ist Äthiopier und ist durch das Trommeln in Kärnten sehr beliebt und bekannt geworden. Paulos arbeitet sehr viel mit Kindern in Schulen und auch mit Erwachsenen in fortlaufenden Trommelkursen (Klagenfurt, Villach, Spittal.....)

Ein weiterer Lehrer, dem ich sehr dankbar bin, ist Hans Walluschnig. Er lehrte mich das "Grooven".

Das regelmäßige Spielen auf der Djembe begann ich erst zusammen mit iSi vor ca. 5 einhalb Jahren. Wir konnten damals die Kneipe "SEPP" in Arnoldstein nutzen. Fast ein ganzes Jahr lang trafen wir uns jeden Dienstag, da war die Kneipe geschlossen, um immer wieder 2 bis 3 Rhythmen zu spielen. Wir haben es nie geschafft, neue Lieder zu lernen, aber wir hatten sehr viel Spaß.

Im Sommer 2004 waren iSi und ich bei einem Wochenendworkshop mit Gerhard und Ulli, den Leitern der beatfactory. Da lernte ich das erste Mal mit Noten zu trommeln und ich lernte es auch zu schätzen. Ich denke, wir Westeuropäer tun uns mit strukturierten Vorgaben einfach leichter. Ein Beat, eine Melodie ist schnell vergessen, wenn man sie nur im "Bauch" speichert. Schreibt man die Noten dazu auf, kann das Lied jederzeit reproduziert werden.

Im darauffolgenden Sommer habe ich Benno Sterzer kennengelernt. Benno ist ein sehr liebenswerter, erfahrener Musiker und Pädagoge, der ein ausgesprochenes Gespür dafür hat, seine Schüler dort abzuholen, wo sie stehen und sie optimal zu fördern.

Seit damals setzte ich mir die Idee in den Kopf, selbst Trommelworkshops zu geben, was ich schließlich zur Jahreswende mit einer kleinen sehr liebevollen Gruppe "probte". Wir trafen uns wöchentlich um 19 Uhr an allerlei möglichen Orten (z.B. in der Kirche in St. Ruprecht) und trommelten öfters bis Mitternacht. Das war für mich eine wichtige Zeit, um Erfahrungen als zukünftiger Trommellehrer zu sammeln.

Im Sommer 2007 hatte ich die Ehre mit Profis aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei den internationalen Sommerkurswochen mit Stephan Rigert mitzuspielen. Ich habe durch Billy Konate neben einer neuen Schlagtechnik auch den afrikanischen Lehrstil kennengelernt, womit die Basis zum Trommellehrer geschaffen war.

Vor ca. 3 Jahren habe ich die Trommelschule Taktgeber gegründet und unterrichte westafrikanischen Rhythmen mit Djembe und Basstrommeln (Doundouns) und es macht unglaublichen Spass, und so soll es auch bleiben...

August 2010